Und weg war sie, die Automobilindustrie

Während in China Daimler, BMW & Co. weitere Expansionen und Kooperationen planen (BMWs Antwort auf den Brexit und höhere Gewinne), werden hierzulande Arbeitsplätze eingespart: Bei Mercedes-Benz/Daimler, bei VW (seit Jahren), Audi, Bosch Automotive … Mein Tip: Lasst Sie ziehen!

Der Bund und die Landesregierungen investieren jährlich Milliarden Euro Steuergelder (gerade erst wieder ein paar hundert Millönchen) in die Förderung und Subvention von Unternehmen die vor allem lügen und zögern, Steuern unkorrekt zahlen, viel Dreck produzieren und zudem rückwärtsgewandt in die Zukunft stolpern, weil Sie mit verjährten Produkten mehr Geld verdienen als mit Innovationen.

Hier wird eine Industrie gefördert die regelmässig die Politik (und damit die Bevölkerung!) erpresst mit der Drohung das Arbeitsplätze wegfallen – und letztendlich fallen diese dann doch weg, siehe Links oben. Ähnliche Beispiele kennen wir aus der Energiewirtschaft (v.a. Kohle) und Solarindustrie (inzwischen quasi kaum mehr Arbeitsplätze).

Wozu also erpressen lassen? Klar, Politiker*innen wollen regelmässig wiedergewählt und weil Sie sich so sehr um Ihre Schäfchen äh Wähler*innen kümmern wollen (müssen, um wiedergewählt zu werden), retten sie natürlich jeden einzelnen Arbeitsplatz, der Hacken ist nur folgender: hier gibt es nichts zu retten. Wenn es für VW, BMW und Daimler wenig Sinn macht hierzulande zu produzieren, geht man dorthin wo es Sinn macht, Millönchen helfen da ohnehin nicht. Klar können einige Milliarden Euro diese Wegzüge verzögern, aber eben nicht für immer.

Wenn diese Unternehmen mit „Made in Germany“ Werbung machen wollen, werden Sie weiterhin hier produzieren (müssen), oder aber sie machen es wie Apple (was wahrscheinlicher ist), die „Designed in California“ auf Ihre Produkte schreiben und trotzdem günstiger woanders produzieren lassen. Und so wird es passieren, ob mit oder ohne Subventionen. Mit oder ohne Elektroauto.

Also lieber ohne Subventionen, wenn es nach mir ginge, und diese Gelder dafür in Industrien, Entwicklungen und Forschungen stecken die die Welt verbessern und vor allem „grüner“ versuchen zu machen.

Nein, die Solarindustrie ist weg, andererseits könnte man an günstigeren Produktionsmechanismen (Solarzellen drucken) forschen um diese schneller in den Markt zu bringen, oder Windenergie-Anlagen mit Holz anstatt Beton errichten, die Entwicklung von vernetzten Energie-Speichersystemen aka Sonnen (von mir aus auch mit Wasserstoff, auch wenn ich daran nicht glaube) fördern, usw. usf.

Aber genug von der tollen, heimischen Automobilindustrie, der LKW ist abgefahren – auch wenn es jetzt mal Tesla Motors in Europa versuchen möchte, aber ob diese Fabrik letztendlich tatsächlich und bis 2021 bei Berlin gebaut wird, wage ich aktuell noch sehr zu bezweifeln, denn bis auf Tesla und der dortigen Landesregierung scheint das niemand wirklich zu wollen, aber ich lasse mich auch eines besseren belehren.

Anstatt die Autofirmen zu subventionieren - und damit deren Managergehälter und Dividendenzahlungen - sollte in die Zukunft investiert werden, eine Zukunft ohne Automobilindustrie.